Herausforderung Digitalradio (DAB+)

Andreas Räber

«14 neue DAB+ Radioprogramme für Zürich», «Überarbeitete Strategie für den Umschwung», «Digitalradio in Frankreich, Sendestart» – das einige Titel, die mir beim Suchen via Google zum Thema Digitalradio DAB+ auffallen. Nebst den positiven Meldungen rund um die Entwicklung der Empfangsgebiete und Sendequalität gibt es auch immer wieder negative Berichte. DAB-Sender, die den Sendebetrieb eingestellt haben oder Menschen, die sich konsequent gegen diese Empfangsart wehren.

Mein Digitalradio

Digitalradio DAB+
Ein DAB+ Radio Empfänger

Auf meinem Nachttisch steht ein DAB+ Radiogerät von Grundig. Ein kleines, das aber einiges zu bieten hat. Ich kann meine 10 beliebtesten Radiosender speichern. Habe einen integrierten Wecker, der mir die Möglichkeit lässt, mich entweder mit einem Klingelton oder meinem Lieblingssender wecken lassen kann. Die Empfangsqualität ist sehr gut. Ich muss nicht mal die Antenne ausziehen, was wesentlich ästhetischer aussieht.

Vielfalt in der Medienlandschaft

Laut Digitalradio.ch können in der Schweiz zwischen 11 und 61 DAB-Programme empfangen werden. Das ist sehr viel. Darunter gibt es auch Special Interest Radios wie Life Channel, das sich auf christliche Musik und das Vermitteln christlicher Werte spezialisiert hat. Vielfalt bildet unsere Gesellschaft ab. Trotzdem reicht mir ein DAB+ Gerät mit 10 Sendestationen. Mit den Abertausenden von Radiostationen im Internet kann ich nicht wirklich viel anfangen. Ausser diejenigen, die meinen Musikgeschmack und meine Interessen treffen. Daher erlaube ich mir, hinter die Vielzahl ein kleines Fragezeichen zu setzen.

Fragen, die bleiben

Warum braucht es DAB+? Diese Frage ist bei mir nach wie vor latent vorhanden. Ich kann mir das bildlich nicht so vorstellen, dass wir zu wenig UKW-Frequenzen haben sollen. What else? Mühe habe ich dann, wenn einfach ein Geschäft angekurbelt werden soll. Solange das Alte noch funktioniert, sollte man innerhalb des Bisherigen nach neuen Möglichkeiten suchen. Nur Leben verändert sich. Dass die Vielfalt uns überrollt, ist kein Geheimnis. Begonnen hat sie mit der Durchsetzung des Internets. Mit der Möglichkeit, dass nicht mehr nur die gut Betuchten Botschaften vermitteln konnten. Jetzt kann das praktisch jeder. Mit einer einfachen Webseite, mit Facebook, Google+ u. a. Mehr Radioempfangsmöglichkeiten, mehr Sender. Das ist die eine Seite. Doch wie steht es mit unserem Aufnahmevermögen? Wir können nicht mehr aufnehmen, als dies unser Körper zulässt. Angebotssteigerung auf der einen Seite, bleibendes Marktpotenzial in Bezug auf die Fähigkeit, Information aufzunehmen, auf der anderen. Fazit: Wer als DAB+ Sender überleben will, muss ein klares Profil haben, wie zum Beispiel Life Channel. Und er muss den Puls des «Markts» nicht nur besser spüren, sondern auch praktisch orientierte Antworten zu Themen wie Arbeit, Leben und Bildung anbieten.

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